Als ich das gelesen habe dachte ich spontan: Bin ich froh, dass ich Selbständig bin. Denn offenbar plagt Europas Angestellte der Horror vor jeder neuen Arbeitswoche. Das Gefühle kannte ich auch mal, aber habe schon lange nicht mehr so empfunden.
Das Online-Karriereportal wollte von 24.000 Teilnehmern weltweit wissen: Sind die Gedanken an die bevorstehende Woche bei Arbeitnehmern so beherrschend, dass man am Sonntagabend
nicht einschlafen kann?
Ein Großteil der Angestellten scheint dieses Phänomen nur zu gut zu kennen. Über 40 Prozent der Befragten plagen sich jede Sonntagnacht mit den Gedanken an den nächsten Tag. Weitere 19 Prozent schlafen mehrmals im Monat schlecht, weil sie schon an die kommende Arbeitswoche denken. 17 Prozent haben im Vorfeld wichtiger Projekte einen unruhigen Schlaf, und immerhin ein gutes Fünftel der Angestellten nutzt das Wochenende bis zur letzten Minute und hat nie Schlafprobleme.
Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick:
Schlafen Sie in der Nacht zum Montag schlecht, weil Sie bereits an die kommende Arbeitswoche denken?
Ja, das passiert mir jede Woche. 42% (10.225)
Ab und zu, aber nur, wenn ein wichtiges
Projekt ansteht. 17% (4.147)
Das kommt ein paar Mal pro Monat vor. 19% (4.642)
Nein, nie. 22% (5.210)
Besonders gut abschalten können die Angestellten in Südeuropa und Skandinavien: jeweils 31 Prozent der Norweger und Dänen sowie fast 36 Prozent der Spanier haben in der Nacht zum Montag nie Schlafprobleme. Dagegen schlafen vor allem Briten und Osteuropäer vorm Wochenstart schlecht: In Ungarn liegen 58 Prozent der Befragten jede Sonntagnacht wach. Knapp die Hälfte ist es in Großbritannien und Polen sowie 41 Prozent in Tschechien. Auch die Deutschen sind nicht gegen Schlafprobleme gefeit: 40 Prozent der Befragten können jeden Sonntag wegen der anstehenden Arbeitswoche nicht gut schlafen, weiteren 19 Prozent geht es mehrmals im Monat so. Nur rund ein Fünftel der deutschen Angestellten kennt dieses Problem nicht. Ähnlich geht es auch den US-Amerikanern: 51 Prozent von ihnen plagen sich pünktlich zum Wochenstart mit Schlafproblemen, nur 18 Prozent fangen erst am Montag an, sich Gedanken über ihre Arbeit zu machen.