Die folgenden acht Strategien enthalten die wesentlichen Maßnahmen, mit denen jeder sofort aktive Prävention gegen beruflichen Stress betreiben kann. Weg von der Aufschieberitis hin zu mehr Sport – und Sex!
Nutzen Sie jede Möglichkeit zu körperlicher Aktivität: Nicht nur aus gesundheitlicher Sicht sollten Sie Ihrem Körper Treppen anstelle des Fahrstuhls gönnen. Bewegung regt die Durchblutung des Gehirns an, so dass sich vermehrt Synapsen bilden, wie eine Studie der Sporthochschule Köln zeigt: Nordic Walking schlägt in dieser Disziplin locker jedes Gehirn-Jogging-Programm. Mein Tipp: Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz so, dass Sie immer wieder aufstehen MÜSSEN, um bestimmte Dinge zu erreichen, denn jede Bewegung baut Stress ab!
Bleiben Sie initiativ: Lassen Sie der „Aufschieberitis“ keine Chance: Bringen Sie auch und gerade unangenehme Aufgaben oder Gespräche schnell hinter sich. Sonst wächst der Unmut über das eigene Verhalten mit jeder Stunde an. Lösen Sie die unangenehmsten Aufgaben sofort – und belohnen Sie sich dafür! Zum Beispiel mit einer bewusst verbrachten Pause!
Delegieren Sie – wenn Sie können: Übergeben Sie die eine oder andere Aufgabe an Mitarbeiter, auch wenn Sie glauben, selbst alles besser zu machen. Vielleicht müssen Sie anfangs viel erklären und verbessern, doch am Ende zahlt sich die Strategie aus. Sie gewinnen Freiraum, Zeit und vor allem Überblick für die wirklich wichtigen Dinge! Ich weiß, geht nicht immer … siehe oben.
Machen Sie Pausen: Schon ein paar Sekunden können Wunder wirken: Öffnen Sie Ihr Bürofenster und atmen Sie dreimal tief durch. Das unterbricht die Stress-Spirale. Derartige „unproduktive“ Augenblicke sind nicht etwa vergeudete Zeit, sondern wichtig für die Regeneration. Und sind Ihnen gerade in diesen Momenten nicht auch schon die besten Ideen gekommen?
Hier und Jetzt! Gestresst fühlt man sich, wenn die Gedanken immer um das kreisen, was noch alles zu erledigen ist. Bleiben Sie mit Ihren Gedanken bei der Aufgabe, die Sie JETZT gerade bearbeiten. Arbeiten Sie so alle Aufgaben ab, als wären sie Perlen an einer Kette und richten Sie Ihre Konzentration jeweils ausschließlich auf die aktuelle „Perle“. Die Vorteile dabei: Sie kommen mit Ihrer Arbeit schneller voran, der Stress nimmt ab.
Räumen Sie auf: Priorisieren Sie und teilen Sie Ihre Aufgaben in essenzielle, wichtige und triviale ein. Und lernen Sie, auch mal nein zu sagen, sowohl zu anderen als auch zu sich selbst – werfen Sie die trivialen Aufgaben in die Ablage „P“. Andernfalls werden Sie auch weiterhin mit Arbeit überhäuft – und Ihre Probleme nicht los. Mein Tipp für „Mutige“: Verschieben Sie nach dem Urlaub auch sämtliche E-Mails in die Ablage „P“ statt sie zu lesen und zu beantworten. Und beachten Sie, was passiert. Vermutlich nichts …
Bitte Umschalten! Versuchen Sie es sich zur Gewohnheit zu machen, umzuschalten: Überschreiten Sie zum Beispiel beim Verlassen der Arbeitsstelle eine virtuelle Linie. Sobald Sie die passiert haben, ist die Arbeit und alle Gedanken daran abgehakt – bis Sie die Linie das nächste Mal passieren. So lassen Sie das „alte“ Feld hinter sich, wenn Sie in eine andere Umgebung wechseln.
Weniger arbeiten, mehr Sex! Eine Untersuchung der Universität Göttingen hat gezeigt, dass sich etwa jeder dritte Mann mit einem unbefriedigenden Liebesleben in Arbeit stürzt. Das lässt zwar den Sexfrust vergessen, erzeugt aber seinerseits selbst eine Menge Stress, der sich wiederum negativ auf die Partnerschaft auswirkt. Durchbrechen Sie diesen Teufelskreis, widmen Sie sich Ihrer Beziehung!
Dr. jur. Matthias H.W. Braun ist niedergelassener Rechtsanwalt und selbständiger Mental-Trainer und Coach. Nach beruflichen Aufenthalten in Chile und Südafrika und einer 4jährigen Geschäftsführertätigkeit in München gründete er das Institut für mentale Leistungssteigerung. Das Institut bietet ein breit gefächertes Trainings- und Coaching-Angebot aus den Bereichen Persönlichkeits- und Führungskräfteentwicklung, Kommunikation und Teambildung. Dr. Matthias Braun ist Experte für Burnout. Sein großes Anliegen zu diesem Thema stellt die nachhaltige Burnout Prävention dar. Deshalb hat er das Konzept der BurnoutWatchers® entwickelt.
Hallo Herr Schneider,
aber ihre Kritik ist auch ein Allgemeinplatz – oder? Sie könnten ja z.B. auch konstruktiv schreiben, was genau Sie erwartet hätten. Wie soll man bei 25.000 Lesern aber jedem einzelfall einen gezielten Tipp geben? Da geht es einfach nur allgemein. Im Spezialfall kann dann eigentlich nur eine Beratung helfen.
Davon abgesehen finde ich die Tipps, auch wenn nicht neu, doch sehr treffend: Pausen machen, aufräumen usw. klingt so easy, wird gerade deshalb selten beherzigt und ist dennoch – auch aus egener Erfahrung – sehr effektiv. Zumindest im Vor-Burnout-Stadium, um das es hier geht.
Ich freue mich auf weitere Anregungen.
Simone Janson
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31. August 2010 um 12:30 Uhr
Das sind Allgemeinplätze und in der Regel kein bisschen praxistauglich. Es wird mit dem Begriff Burnout gespielt. Blabla.
31. August 2010 um 12:57 Uhr
Hallo Herr Schneider,
aber ihre Kritik ist auch ein Allgemeinplatz – oder? Sie könnten ja z.B. auch konstruktiv schreiben, was genau Sie erwartet hätten. Wie soll man bei 25.000 Lesern aber jedem einzelfall einen gezielten Tipp geben? Da geht es einfach nur allgemein. Im Spezialfall kann dann eigentlich nur eine Beratung helfen.
Davon abgesehen finde ich die Tipps, auch wenn nicht neu, doch sehr treffend: Pausen machen, aufräumen usw. klingt so easy, wird gerade deshalb selten beherzigt und ist dennoch – auch aus egener Erfahrung – sehr effektiv. Zumindest im Vor-Burnout-Stadium, um das es hier geht.
Ich freue mich auf weitere Anregungen.
Simone Janson