Berufebilder by Simone Janson

Führendes Blog für Bildung & neues Arbeiten, Teil von Business & More mit 14 Mio Visits/Monat, Existenzgründung 2.0.


Karriere & Erfolg » Management, Motivation, Strategie » Gesund Essen im Job:
Wie sieht gesundes Essen aus? – Teil 2

gesunde-Ernährung

Eine Folge solcher Fehlernährung lässt sich an der Waage ablesen: Bereits jeder fünfte Arbeitnehmer schleppt zu viele Pfunde mit sich herum. Übergewicht schränkt bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten die Flexibilität ein und belastet in Kombination mit der schweren Arbeit Knochen und Gelenke zusätzlich.


Zudem steigt das Risiko, an Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes oder Rückenschmerzen zu erkranken. „Die Konsequenz sind krankheitsbedingte Fehltage und steigende Arbeitskosten für Unternehmen“, sagt die Münchner Ernährungsberaterin und Diplombiologin Barbara Gassert, die hier auch ein Interview gegeben hat.

Auf Kalorien achten – je nach Beruf!

Diät zu halten ist für Menschen mit körperlich anstrengenden Berufen allerdings die verkehrte Lösung. Schließlich liegt ihr Energieverbrauch deutlich höher als bei Büroangestellten. Wer als Maurer, Dachdecker oder Lackierer arbeitet, verbraucht mehr als 3000 Kilokalorien täglich. Das entspricht dem Energiebedarf eines Leistungssportlers.

Für Bürokräfte besteht die Herausforderung jedoch darin, auf möglichst leichte Weise satt zu werden. Da Schreibtischtätigkeit – je nach Alter und Gewicht – pro
Stunde lediglich rund einhundert Kalorien verbraucht, ist die Energiebilanz rasch überschritten. Passiert das dauerhaft, machen sich schnell Pfunde breit.

Figur halten und Schnitzelkoma

Beim Figurhalten hilft eine Mittagsmahlzeit mit viel Gemüse, Salat und wertvollem Eiweiß: etwa aus Fisch, Geflügel oder Tofu. Diese fettarmen Proteinquellen sättigen kalorienarm.

Zugleich führen sie nicht ins gefürchtete Schnitzelkoma – also dem Leistungstief nach dem Kantinenbesuch, das durch die Verdauungsarbeit des Körpers entsteht. Tipp: Wer nach dem Lunch ein paar Schritte ums Bürogebäude läuft, kurbelt Kalorienverbrennung und Kreislauf gleichermaßen an.

Arbeitgeber: Gefahr erkannt, noch nicht gebannt!

Auch die Unternehmen haben das Problem längst erkannt – wenn auch weniger aus Fürsorge für ihre Mitarbeiter denn aus Sorge um das Humankapital: „Gute Leistungen im Job gibt es nur, wenn die Ernährung stimmt,“ sagt etwa sagt Harriet Aans, Geschäftsführerin von Secretary Plus Deutschland.

Und auch Marcus Schulz, Geschäftsführer des Zeitarbeits-Unternehmens Unique Personalservice und USG People Germany erklärt: „Vitale Mitarbeiter sind das Kapital
der Unternehmen. Deshalb liegt die Ernährung der Mitarbeiter auch im Interesse der Firmen.“

Dennoch wird in vielen Kantinen aus Kostengründen immer noch die selbe ungesunde Kost angeboten wie immer.

Hilfe zur Selbsthilfe

Fehlt die Möglichkeit, sich mittags im Betriebsrestaurant gesund zu ernähren, ist etwas Eigeninitiative gefragt. Salate mit Hülsenfrüchten, vegetarische Quiche oder Wraps mit Rohkost und Putenfleisch lassen sich prima zu Haus vorbereiten und ergeben eine vollwertige Mahlzeit.

Wichtig ist in jedem Fall, sich für den Lunch Zeit zu nehmen. Wer beim Mittagessen E-Mails liest oder telefoniert, nimmt gedankenlos mehr Kalorien auf als geplant. Zudem fehlt der Erholungseffekt, den der Genuss eines appetitlichen Gerichts mit sich bringt.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

Alle 1904 Beiträge von Simone Janson ansehen
Website: http://www.simone-janson.de

2 Kommentare

  1. Danke für den 2. Teil! Hab gestern den ersten gelesen und schon darauf gewartet :)

3 Tweets & Pings

  1. Pingback: KompetenzPartner

  2. Pingback: Holger Froese

  3. Pingback: Abraham Feliz

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*


Außerdem möglich: Kommentare als RSS abonnieren.

Kommentar schöner machen:

Laden Sie Ihr eigenes Bild bei Gravatar hoch, das statt des Standardbildes angezeigt wird. Die E-Mail-Adresse muss übereinstimmen! Fügen Sie HTML-Tags ein. Möglich sind: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>