Berufebilder by Simone Janson

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Die Diskussion über den MINT-Fachkräftemangel

Sehr geehrte Frau Janson,

ich schreibe gerade eine Diplomarbeit über den MINT-Fachkräftemangel in Deutschland und Möglichkeiten von Bildungspolitik & Bildungsoffensiven zur Vermeidung des Mangels.

Ich habe mir Ihre Artikel durchgelesen und mit Freude die Kommentare durchstöbert.

Ich habe nun eine Frage an Sie persönlich: Was für ein Fazit ziehen Sie aus der Diskussion um den MINT-Fachkräftemangel in Deutschland?

Es wäre schön zu wissen, wie Sie zu dieser kontrovers geführten Diskussion stehen.

Mit freundlichem Gruß

Rafael Beck

(rafael_beck@gmx.de)

Leser
Autor: Leser

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3 Kommentare

  1. Simone Janson

    Hallo Herr Beck,
    zunächst finde ich das Thema Ihrer Diplomarbeit sehr spannend und würde mich freuen, wenn Sie mir und meinen Lesern nach Fertigstellung/Veröffentlichung Ihr Diplomarbeitsergebnisse zugänglich machen würden.
    Meine Meinung spiegelt sich in den letzten beiden Artikeln meiner Reihe wieder: www.berufebilder.de/serie/die-grosse-luege-fachkraeftemangel-in-deutschland/page/2/
    Nämlich, dass das Thema auf der einen Seite viel zu polemisch diskutiert wird und man z.B. auch erstmal überlegen muss, was eigentlich mit Fachkraft gemeint ist. Plakativ gefragt: Ist nicht jeder irgendwo eine Fachkraft? Dass es auf der anderen Seite einige Unternehmen auch weiterhin schön bequem haben wollen bei der Bewerberauswahl und deshalb den Fachkräftemangel etwas zynisch als Marketinginstrument einsetzen. Während andere Unternehmen vielleich wirklich keine passenden Leute finden (was wiederum auch andere Gründe haben kann, aber nicht muss). Kurz: Eine differenzierte Betrachtung ist notwendig und das ganze Thema wird leider viel zu stark verallgemeinert. An eine großangelegte Verschwörung, wie sie von einigen Kommentatoren vermutet wird, glaube ich hingegen nicht. Eher an viele kleine Versäumnisse.

    Auf der anderen Seit wird die Marketinglüge aber auch gerne viel zu bereitwillig geglaubt – von Hochschulen, Absolventen, Studierenden und da ist der Fachkräftemangel alle auch irgendwie ganz bequem. Dazu habe ich hier einen kleinen Rant geschrieb: www.berufebilder.de/bildung/berufsausbildung-schule/rant-zur-zukunft-der-berufs-ausbildung-bildung-radikal-neu-denken/

    Ich bin gespannt auf Ihre Diplomarbeit.
    Viele Grüße
    Simone Janson

  2. Es gibt also noch Diplomarbeiten in Zeiten von Bologna! ;)

    Hallo Herr Beck,
    falls Sie die Ingenieurlücke mal hinterfragen möchten, hätte ich noch ein paar Blickpunkte zu den üblichen Seiten wie:
    www.vdi.de/41790.0.html
    www.mintzukunftschaffen.de/mint-luecke-20.html
    Einiges davon hat Svenja Hofert in ihrem Blog bereits beleuchtet:
    karriereblog.svenja-hofert.de/2011/09/der-grose-bluff-mit-mint-geruch/

    Ich denke, es gibt in vielen Branchen tatsächlich einen großen Fachkräftebedarf, in der Pflege sogar einen Dauer-Mangel. Allerdings wird die Argumentation in der öffentlichen Diskussion oft einseitig bestimmt von Interessen der Arbeitskräfte-Nachfrager. Dies könnte ggf. irgendwann zu einem Überschuss an bestimmten MINT-Fachkräften führen, weil auf Biegen und Brechen darin ausgebildet wird.

    Spannend ist das Thema allemal.

    In diesem Sinne
    viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
    Auch ich bin gespannt!
    Lars Hahn

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