Berufebilder by Simone Janson

Führendes Blog für Bildung & neues Arbeiten, Teil von Business & More mit 14 Mio Visits/Monat, Existenzgründung 2.0.


Existenzgründung » Frisch Gegründet » Serie besser Scheitern:
Zu viel Angst hemmt Innovationen

Andererseits beschränken übertriebene Vorsichtsmaßnahmen von vornherein die Freiheit, in der neue Ideen überhaupt erst entstehen können. Denn zum Erfolg gehört es nun einmal, Risiken einzugehen und Rückschläge in Kauf zu nehmen – auch wenn über die Fehler hinterher keiner mehr spricht.

Vor allem die in der Kreativwirtschaft tätigen Freiberufler haben längst erkannt, dass das ständige wirtschaftliche Auf und Ab eben einfach dazugehört. Und sie haben gelernt, mit der ständigen Unsicherheit zu leben; ja mehr noch, viele nutzen gerade Krisen als Chance, etwas anders, neu und damit letztendlich besser zu machen, statt im gewohnten Trott weiterzumachen.

Großunternehmen tun sich schwer!

Aber gerade die jahrzehntelang vom Erfolg verwöhnten größeren Unternehmen tun sich noch schwer mit dieser Einsicht. Statt nach vorne zu blicken, versuchen sie Risiken um jeden Preis zu vermeiden. Geld sparen heißt die Devise, Einstellungsstopps und Entlassungen sind die Folge.

Der Grundgedanke dabei: Wer weniger ausgibt, kann auch Umsatzeinbrüche besser auffangen. Problematisch wird das allerdings, wenn unter den Sparmaßnahmen die Qualität von Produkten und Service leidet und damit auch die Kundenzufriedenheit. Stagnation statt Entwicklung also, oder Konservation statt Innovation. Dadurch kann die Vermeidungsstrategie sogar zum Scheitern des Unternehmens führen wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Besser Innovation statt Jammern

Besser, als sich derart von der Angst lähmen zu lassen, wäre es, sich ganz auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu konzentrieren – eine Strategie, die auch langfristig Erfolg verspricht.

Aber es gibt noch ein Problem: Wer ständig glaubt, alles im Griff zu haben, verdrängt dabei paradoxerweise schnell alle Schwierigkeiten, wenn es wirklich einmal zur Krise kommt – und verhindert es damit, noch rechtzeitig zu handeln. Denn gerade eine Insolvenz könnte sehr oft noch im Vorfeld abgewendet werden, wenn der Unternehmer sich seine Fehler eingestehen und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen einleiten würde: Er müsste mit Gläubigern verhandeln, müsste sich Rat von außen einholen oder einfach nur das Know-how seiner eigenen Mitarbeiter nutzen.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

Alle 1903 Beiträge von Simone Janson ansehen
Website: http://www.simone-janson.de

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*


Außerdem möglich: Kommentare als RSS abonnieren.

Kommentar schöner machen:

Laden Sie Ihr eigenes Bild bei Gravatar hoch, das statt des Standardbildes angezeigt wird. Die E-Mail-Adresse muss übereinstimmen! Fügen Sie HTML-Tags ein. Möglich sind: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>