Berufebilder by Simone Janson

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Existenzgründung » Frei & Mobil Arbeiten » HTC Desire S im Langzeit-Test:
Navigation mit dem HTC Desire S

Eines der Features, die mir bei einem Handy am wichtigsten sind, ist die Möglichkeit, jederzeit den rechten Weg zu finden. Die Sache hat aber nach wie vor ihre Tücken – auch beim HTC-Desire. Prähhistorische Monumente (siehe Foto) findet man damit jedenfalls nicht!

Nicht, dass Android 2.3 nicht mit jeder Menge Standort-Bestimmungs-Soft- und Hardware daher käme: Vorinstalliert sind Google Maps, Google Latitude, HTC Locations, in die man wahlweise auch Google Navigation integrieren kann. Irgendwie brauche ich soviel Auswahl gar nicht.

HTC Locations

Schön ist allerdings, dass die Karten von HTC Locations kostenlos offline auf dem Handy installiert sind. Ich kann dort sogar bestimmte Adressen als Footprints abspeichern und Gebäude in 3-D-Ansicht anzeigen, obgleich das für mich doch eher Spielerei ist.

Die Karten stammen übrigens von Tele Atlas/TomTom, die Navigation kommt dagegen von Route66, wie bei Areamobile nachzulesen ist, von denen ich mir auch die Screenshots ausgeliehen habe. Die Suchfunktion funktioniert bei mir Indes, allerdings ist sie ausgesprochen unhandlich nur über mehrere Klicks zu erreichen.

Weniger schön allerdings, dass ich nur die Karten von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich kostenlos vorinstalliert habe. Das, was ich in naher Zukunft brauche, Lettland, Italien und Kanada kostet extra – Italien z.B. für 30 Tage 4,99 Euro.

Kostenlose Alternativen

Da lade ich mir dann doch noch lieber das kostenlose MapDroyd runter, bei dem die Karten weltweit kostenlos verfügbar sind. Leider gibt es dort wieder keine Suchfunktion. Alles hat eben seine Vor- und Nachteile.

Die Software ist natürlich klasse, um sich in der Stadt zurechtzufinden. Die Standort-Bestimmung funktioniert mit der Online-Funktion etwas zuverlässiger als mit GPS. Das GPS ist darüber hinaus der reinste Akku-Killer – so schnell kann man gar nicht den Weg finden, wie der Akku plötzlich leer ist.

Die Tücken von Google Maps

Mit dem Manko, dass mir zum Beispiel Google-Maps, abhängig von der Verbindungsgeschwindigkeit, viel zu langsam ist. Wohingegen ich die 3D-artigen Karten Bis das den Ort gefunden hat, bin ich schon fast da. Und um sich, wie auf einem großen Stadtplan möglich, einen Überblick zu verschaffen, taugt das Handy eher nicht.

Der Härtetest ist allerdings: Wandern gehen. Denn genau da stößt die Software an ihre Grenzen. Den Teufelsberg bei Berlin findet sie ebenso wenig wie die steinzeitlichen Hühnengräber auf dem Feld bei Rerik, die wir am Wochenende erkundet haben.

steine

Detailgetreuere Alternativen

Dass solche prähistorischen Städten nicht verzeichnet sind, verstehe ich ja noch, das vielleicht etwas zu viel erwartet. Dass der Teufelsberg, auf dem sich ja immerhin ein Gebäude befindet, nicht gefunden wird, allerdings nicht.

Da muss ich mir wohl bei Gelegenheit diverse Wanderkarten und ggf. weitere Software des Open-Street.-Map-Projektes zu Gemüte führen. Schade: So ganz ausgereif scheinen die Möglichkeiten mobiler Navigation noch nicht zu sein.

Sponsor: Das HTC Desire S wurde mir von o2 Business für einen Testzeitraum von drei Monaten kostenlos zur Verfügung gestellt – zusammen mit dem o2 on Business Upgrade-Tarif und einer o2 Multicard. Das Handy kann ich nach Endes des Testzeitraums behalten.
Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

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