Guter Ansatz, schlechte Umsetzung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie von Bain & Company zur Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen. Die Strategieberatung hat im September und Oktober rund 100 Führungskräfte aus Forschung, Produktentwicklung und Produktmanagement einerseits sowie aus Controlling und Rechnungswesen andererseits zur Bedeutung von Innovationen im eigenen Haus und zur Umsetzung der Innovationsstrategie befragt.
Zahlen
Mit ernüchterndem Ergebnis: Zwar betonen die Befragten, dass neue Produkte und Dienstleistungen für die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens überlebenswichtig seien – auf einer Skala von 1 bis 7 lag der Durchschnittswert bei 6,Gleichzeitig jedoch geben sie dem Erfindungsreichtum des eigenen Arbeitgebers lediglich eine 4,7 und benoten die Strukturen und Prozesse im eigenen Haus sogar nur mit 4,0. Als Hauptgründe nennen die Befragten fehlende Zusammenarbeit von kreativen Vordenkern und pragmatischen Analytikern, geringe Weiterbildungs- und Karrierechancen für Kreative sowie unzureichende Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse im Innovationsprozess.
Kreative Spinner haben schlechten Stand
“Interessanterweise bezeichnete sich in unserer Befragung die Mehrzahl der vermeintlich kreativen Entwickler selbst als pragmatische Analytiker, was ein Indiz für den Stellenwert von Kreativen in den Unternehmen sein kann”, schlussfolgert Dr. Rudolf Pritzl, Partner und Innovationsexperte bei Bain & Company. Dieser Eindruck verstärkt sich bei der Frage nach den Aufstiegschancen für beide Gruppen: Die Befragten bewerteten die Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten für Kreative und Analytiker im eigenen Haus mit 4,1 als äußerst ungleich. Noch schlechter schnitten die Unternehmen lediglich in Sachen Teambildung zwischen Kreativen und Analytikern ab.
Innovationsstrategie: Große Lücke zwischen Selbstbild und Umsetzung
Positiver beurteilten die Manager dagegen die Innovationsstrategie ihres Unternehmens: Bei der Frage, wie sehr Innovationen in die Gesamtstrategie eingebunden würden, vergaben sie die besten Noten. Neben der Berücksichtigung von Kundenbedürfnissen ist eine solche integrierte Strategie nach Überzeugung der Befragten auch der wichtigste Erfolgsfaktor bei Innovationen.
Umso frappierender, dass die Umsetzung dieses wichtigen Faktors von den Unternehmen als ungenügend bewertet wird – im Durchschnitt klafft eine ganze Note zwischen Wunsch- und Selbstbild. Diese Diskrepanz verdeutlicht den Optimierungsbedarf der deutschen Unternehmen in Sachen Innovationsmanagement.
Guter Ansatz, schlechte Umsetzung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie von Bain & Company zur Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen. Die Strategieberatung hat im September und Oktober rund 100 Führungskräfte aus Forschung, Produktentwicklung und Produktmanagement einerseits sowie aus Controlling und Rechnungswesen andererseits zur Bedeutung von Innovationen im eigenen Haus und zur Umsetzung der Innovationsstrategie befragt.
Zahlen
Mit ernüchterndem Ergebnis: Zwar betonen die Befragten, dass neue Produkte und Dienstleistungen für die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens überlebenswichtig seien – auf einer Skala von 1 bis 7 lag der Durchschnittswert bei 6,Gleichzeitig jedoch geben sie dem Erfindungsreichtum des eigenen Arbeitgebers lediglich eine 4,7 und benoten die Strukturen und Prozesse im eigenen Haus sogar nur mit 4,0. Als Hauptgründe nennen die Befragten fehlende Zusammenarbeit von kreativen Vordenkern und pragmatischen Analytikern, geringe Weiterbildungs- und Karrierechancen für Kreative sowie unzureichende Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse im Innovationsprozess.
Kreative Spinner haben schlechten Stand
“Interessanterweise bezeichnete sich in unserer Befragung die Mehrzahl der vermeintlich kreativen Entwickler selbst als pragmatische Analytiker, was ein Indiz für den Stellenwert von Kreativen in den Unternehmen sein kann”, schlussfolgert Dr. Rudolf Pritzl, Partner und Innovationsexperte bei Bain & Company. Dieser Eindruck verstärkt sich bei der Frage nach den Aufstiegschancen für beide Gruppen: Die Befragten bewerteten die Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten für Kreative und Analytiker im eigenen Haus mit 4,1 als äußerst ungleich. Noch schlechter schnitten die Unternehmen lediglich in Sachen Teambildung zwischen Kreativen und Analytikern ab.
Innovationsstrategie: Große Lücke zwischen Selbstbild und Umsetzung
Positiver beurteilten die Manager dagegen die Innovationsstrategie ihres Unternehmens: Bei der Frage, wie sehr Innovationen in die Gesamtstrategie eingebunden würden, vergaben sie die besten Noten. Neben der Berücksichtigung von Kundenbedürfnissen ist eine solche integrierte Strategie nach Überzeugung der Befragten auch der wichtigste Erfolgsfaktor bei Innovationen.
Umso frappierender, dass die Umsetzung dieses wichtigen Faktors von den Unternehmen als ungenügend bewertet wird – im Durchschnitt klafft eine ganze Note zwischen Wunsch- und Selbstbild. Diese Diskrepanz verdeutlicht den Optimierungsbedarf der deutschen Unternehmen in Sachen Innovationsmanagement.
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