Berufebilder by Simone Janson

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Bildung & Lernen » Hochschule & Studium » Neue Vergleichs-Statistik Uni – Fachhochschule:
Macht Fachhochschule dumm?

Sind die Absolventen einer Fachhochschule dümmer als diejenigen Studenten, die ihr Examen an einer Universität ablegen? Die neusten Zahlen des statistischen Bundesamtes (Destatis) könnten zumindest darauf hinweisen:

Schlechte Noten an der FH

Demnach haben im Prüfungsjahr 2008 (Wintersemester 2007/08 und Sommersemester 2008) von den 82 800 Absolventinnen und Absolventen mit einem herkömmlichen Fachhochschulabschluss 26 700 ihr Studium mit der Gesamtnote “befriedigend oder schlechter” abgeschlossen. Laut Statistisches Bundesamt entspricht dies einem Anteil von 32,5% an allen traditionellen Fachhochschulabschlüssen.

Uni-Absolventen haben bessere Noten

Bei den universitären Abschlüssen (ohne Bachelor- und Masterabschlüsse) lag die Quote der Absolventinnen und Absolventen mit der Gesamtnote “befriedigend oder schlechter” deutlich niedriger, nämlich bei 20,7%; bei den Lehramtsabschlüssen betrug sie 21,4%.

Auch bei den Bachelorabschlüssen lagen die Universitäten im Vergleich zu den Fachhochschulen vorn. Der Anteil der Abschlüsse mit der Gesamtnote “befriedigend oder schlechter” betrug hier an Fachhochschulen 19,8%, an Universitäten 17,7%. Insgesamt erhielten im Prüfungsjahr 2008 an Hochschulen 64 000 Absolventinnen und Absolventen (21,8%) eine schlechtere Gesamtnote als “gut”.

Welche Abschlüsse wurden abgelegt?

An deutschen Hochschulen wurden im Jahr 2008 insgesamt 309 400 Prüfungen erfolgreich abgelegt. Mit 111 800 universitären Abschlüssen, 82 800 Fachhochschulabschlüssen und 32 600 Lehramtsprüfungen entfiel der Großteil (73,4%) auf traditionelle Abschlussarten. Der Anteil der neuen Studiengänge belief sich auf 18,4%, wobei 39 800 Bachelorabschlüsse und 17 200 Masterabschlüsse erreicht wurden. Bei den restlichen 8% der Abschlüsse handelte es sich um Promotionen (25 200).

Fazit

Kann man die Zahlen nun tatsächlich so interpretieren, dass studieren an einer Fachhochschule dümmer macht? Ich meine nicht: Noten sagen nicht immer etwas über das Wissen und die Leistung der Absolventen aus. Sehr oft hängen sie auch von den Rahmenbedingungen ab: Studiendauer, Studiensystem, Studienbedingungen, Betreuung und nicht zuletzt die subjektive Meinung des Prüfenden.

An der Fachhochschule beispielsweise ist die Studienzeit kürzer, dazu wird mehr Wert auf Praxis als auf Theorie gelegt. Das sind schon zwei Faktoren, die die Notengebung beeinflussen können. Außerdem bedeuten schlechtere Noten nicht zwangsläufig auch, dass man für den Beruf weniger geeignet wäre. Das alles sollte man beim Lesen solcher Statistiken bedenken.

Sind die Absolventen einer Fachhochschule dümmer als diejenigen Studenten, die ihr Examen an einer Universität ablegen? Die neusten Zahlen des statistischen Bundesamtes (Destatis) könnten zumindest darauf hinweisen:

Schlechte Noten an der FH

Demnach haben im Prüfungsjahr 2008 (Wintersemester 2007/08 und Sommersemester 2008) von den 82 800 Absolventinnen und Absolventen mit einem herkömmlichen Fachhochschulabschluss 26 700 ihr Studium mit der Gesamtnote “befriedigend oder schlechter” abgeschlossen. Laut Statistisches Bundesamt entspricht dies einem Anteil von 32,5% an allen traditionellen Fachhochschulabschlüssen.

Uni-Absolventen haben bessere Noten

Bei den universitären Abschlüssen (ohne Bachelor- und Masterabschlüsse) lag die Quote der Absolventinnen und Absolventen mit der Gesamtnote “befriedigend oder schlechter” deutlich niedriger, nämlich bei 20,7%; bei den Lehramtsabschlüssen betrug sie 21,4%.

Auch bei den Bachelorabschlüssen lagen die Universitäten im Vergleich zu den Fachhochschulen vorn. Der Anteil der Abschlüsse mit der Gesamtnote “befriedigend oder schlechter” betrug hier an Fachhochschulen 19,8%, an Universitäten 17,7%. Insgesamt erhielten im Prüfungsjahr 2008 an Hochschulen 64 000 Absolventinnen und Absolventen (21,8%) eine schlechtere Gesamtnote als “gut”.

Welche Abschlüsse wurden abgelegt?

An deutschen Hochschulen wurden im Jahr 2008 insgesamt 309 400 Prüfungen erfolgreich abgelegt. Mit 111 800 universitären Abschlüssen, 82 800 Fachhochschulabschlüssen und 32 600 Lehramtsprüfungen entfiel der Großteil (73,4%) auf traditionelle Abschlussarten. Der Anteil der neuen Studiengänge belief sich auf 18,4%, wobei 39 800 Bachelorabschlüsse und 17 200 Masterabschlüsse erreicht wurden. Bei den restlichen 8% der Abschlüsse handelte es sich um Promotionen (25 200).

Fazit

Kann man die Zahlen nun tatsächlich so interpretieren, dass studieren an einer Fachhochschule dümmer macht? Ich meine nicht: Noten sagen nicht immer etwas über das Wissen und die Leistung der Absolventen aus. Sehr oft hängen sie auch von den Rahmenbedingungen ab: Studiendauer, Studiensystem, Studienbedingungen, Betreuung und nicht zuletzt die subjektive Meinung des Prüfenden.

An der Fachhochschule beispielsweise ist die Studienzeit kürzer, dazu wird mehr Wert auf Praxis als auf Theorie gelegt. Das sind schon zwei Faktoren, die die Notengebung beeinflussen können. Außerdem bedeuten schlechtere Noten nicht zwangsläufig auch, dass man für den Beruf weniger geeignet wäre. Das alles sollte man beim Lesen solcher Statistiken bedenken.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

4 Kommentare

  1. Simone Janson

    Danke für diesen Erfahrungsbericht. Der Nachteil an der EBC Hamburg ist natürlich, dass es sich um eine private Hochschule handelt, die Studiengebühren kostet – und zwar bedeutend mehr als das Studium an einer staatlichen Hochschule. Über das Ansehen, dass die verschiedenen Hochschularten genießen, kann man sich ja im che-Hochschulranking informieren: www.che-ranking.de/cms/?getObject=50&g
    Darüber, wie der Arbeitsmarkt verschiedene Abschlüsse einschätzt, informiert zum Beispiel auch die Alma-Mater Gehaltsstudie: www.alma-mater.de/c3view.php?c3p=137&c
    Gruß
    Simone Janson

  2. Ich finde, dass es immer wichtiger wird schon während des Studiums einen Praxisbezug zu haben. Allerdings wollte ich immer an einer Universität studieren. Danach sind die Chancen (in meinem Fall Wirtschaftswissenschaften) einen Job zu bekommen einfach besser. Allerdings war mir die Uni zu theoretisch. So habe ich mcih für ein Studium an der EBC in Hamburg entschlossen. Dort wird ein guter Bezug zur Praxis geschaffen und trotzdem ein anerkannter Abschluss geboten. Während meiner Praktika merke ich immer wieder wie wichitg das ist.

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