Die durchschnittlichen Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen bewegen sich wieder auseinander – so das Ergebnis einer breit angelegten Erhebung eines süddeutschen Personaldienstleisters alma mater GmbH. Lag 2007 der jährliche Lohnunterschied zwischen den beiden Berufsfeldern Marketing und Finanzen bei nur 500 €, ist er inzwischen auf 2.000 € angewachsen. Ähnlich verhält es sich bei den Funktionen Forschung und Personalwesen. Hier ist der Abstand von 1.150 € auf 3.000 € gestiegen. Dies entspricht einer Differenz von 7,3 % gegenüber 3,0 % des Vorjahres.
Als Begründung für das jüngste Auseinanderdriften der Löhne kann die günstige konjunkturelle Entwicklung herangezogen werden. Alle Berufsfelder, die in Zusammenhang mit dem produzierenden Gewerbe stehen, befinden sich wieder im Aufwind. Besonders die marktknappen Bereiche wie Ingenieure oder Schnittstellenfunktionen, zum Beispiel der technische Einkauf, sind von den Unternehmen gesucht und hart umkämpft. Andere, weniger knappe Professionen, stehen im Lohngefüge hinten an.
Damit wird ein allgemeiner Trend sichtbar: Die Schere öffnet sich. Es ist abzusehen, dass der berufliche Spezialisierungsgrad bei der Stellenbesetzung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Waren noch vor wenigen Jahren berufsspezifische Wissenslücken durch Qualifikationsmaßnahmen aufholbar, verhindert inzwischen weitestgehend die Komplexität der Lehrinhalte eine schnelle Aneignung solches Wissens. Dadurch ist das Angebot knapper – und die Gehälter steigen entsprechend!
2. September 2008 um 17:52 Uhr
Hi Leute,
unter www.sharpeye.de könnt Ihr sehen was Berufsanfänger und Interessierte wie ich in unterschedlichen Unternehmen verdienen können. Is ne super Übersicht wer was zahlt und wie die Stimmung ist.Gruß, Svenni
8. März 2009 um 15:00 Uhr
Auf der IG-Metall-Homepage gibt es auch wieder eine neue Studie zu Einstiegsgehältern in 2009.